Innovative LebensFormen

Globalisierung, Strukturwandel und demografischer Wandel beeinflussen gravierend unsere Lebensumwelt. Die Veränderungen bewirken unter anderem das Schrumpfen zahlreicher Städte und Regionen, begleitet von einem auch ökonomischen Schrumpfungsprozess, der Arbeitsmarkt, Wirtschaft und kommunale Haushalte belastet. Gut funktionierende Regelmechanismen geraten aus dem Lot.

Schrumpfende Städte, verödete Landschaften und Leerstände in ganzen Stadtvierteln prägen vielerorts das Bild.

Wie man diesen Veränderungen begegnet, ist nicht nur eine bauliche beziehungsweise rückbauliche Frage, sondern auch eine soziale, ökonomische und gestalterische. Denn in einer Gesellschaft, die auf Wachstum ausgelegt ist, werden Prozesse, die Ab- und Rückbau zur Folge haben, zunächst als Verlust und Krise wahrgenommen. Aber das Schrumpfen eröffnet auch neue Gestaltungsmöglichkeiten, fördert Kreativität und weckt im Idealfall eine optimistische Aufbruchstimmung: Weg vom Wachstumsdenken hin zu einem anderen Umgang mit der Lebensumwelt und einem neuen Verständnis von Wohnen, Arbeiten und Leben.

In erster Linie ist das ein ideeller Prozess, bei dem ILI als interdisziplinärer „Thinktank“ und Katalysator fungieren kann. Wir erarbeiten innovative Konzepte, die eine zukunftsfähige und nachhaltige Entwicklung von Städten und Stadtvierteln, Gemeinden und Regionen vorantreiben – stets ausgerichtet auf die besondere Situation und den Bedürfnissen von Bewohnern und örtlichen Akteuren.

Zur Lösung komplexer Fragen und zur Entwicklung neuer Ansätze nutzen wir – möglichst unter Einbeziehen der Betroffenen – die Theorie U, um Zukunftsprojektionen aufzudecken und zu nutzen. So lassen sich gemeinschaftlich Leitbilder entwickeln, die von der Zukunft her gedacht sind und eine nachhaltige Entwicklung sicherstellen sowie als Positionierungsinstrument für Städte, Gemeinden und Regionen nutzbar sind. Insgesamt setzt ILI dabei auf Partizipation und die Vernetzung lokaler Akteure und relevanter gesellschaftlicher Gruppen, auch um divergierende Interessen frühzeitig zu erkennen und zu integrieren – ein Kriterium sozialer Nachhaltigkeit an sich.